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Miriam und Egon haben schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, auf die Hammerwand zu gehen. Nachdem es vorgestern weit heruntergeschneit hat und somit höhere Ziele nicht ideal sind, geht Bernd und mir das Ziel in Ordnung.
Um zehn vor neun sind wir vom Parkplatz beim Weißlahnbad gestartet. Zuerst geht es über eine relativ steile Forststraße bergan. Anfangs wird noch etwas geredet, dann geht zumindest mir die Luft zum Reden aus. Dann folgen wir einem Steig, der zuerst mehr oder weniger parallel zur Straße verläuft und sich später davon verabschiedet. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir bei der Tschafonhütte; wir halten uns nicht auf und gehen direkt weiter. Zuerst geht es mehr oder weniger eben, dann abwärts und dann wieder steil in Serpentinen inmitten von Latschen aufwärts. Trotzdem es nicht sehr warm ist (dem bedeckten Himmel sei dank), fließt der Schweiß bei mir in Strömen. Miriam entdeckt Brennesslstauden, die sie beim Abstieg einsammeln will; sind sicher ohne Pflanzenschutzmittel. Oben angekommen sind wir zwar am höchsten Punkt, aber nicht beim Kreuz. Die alte Unsitte auch hier: das Kreuz ist ca. 50 Hm weiter unten, damit es vom Tal aus gesehen werden kann. Der Weg zum Kreuz ist teilweise sehr steil und im ebenen Teil kurz ausgesetzt. Wir steigen vorsichtig abwärts und dann weiter und sind nach insgesamt 3 Stunden und 15 Minuten am Ziel. Ein paar Gipfelfotos, dann kehren wir gleich wieder um. Zurück am höchsten Punkt machen wir es uns bequem. Es gibt auch das obligate Gipfelbier, alkoholfrei natürlich. Nach ausgiebiger Rast steigen wir ab; da Miriam noch Brennessl pflücken will, machen wir aus, dass wir bei der Tschafonhütte auf Miriam und Egon warten.Wir sind schlussendlich nur unwesentlich schneller und als alle da sind, bestellen wir Espresso, Americano, Kuchen und Hefe. Dann steigen wir ab zum Auto. Nach insgesamt sechs Stunden reine Gehzeit sind wir wieder beim Auto.
Eine nette Frühjahrstour, die ausschließlich für diese Jahreszeit empfohlen werden kann. Später wird es sicher viel zu heiß und es werden auch viel mehr Leute unterwegs sein. Schon jetzt war auf der Tschafonhütte einiges los. Zum Gipfel der Hammerwand war außer uns niemand unterwegs gewesen.