Köpfplatte (2410 m)

 

Gebiet Ötztaler Alpen
Route Steig 21, 21b
Talort Schluderns (921 m)
Ausgangspunkt Parkplatz vor Abzweigung Gialhöfe (1540 m)
Stützpunkt Innere Berghütte (1884 m)
Aufstieg ca. 880 Hm, 2 Stunden, 20 Minuten
Abstieg ca. 880 Hm, 1 Stunden 40 Minuten
Literatur/App Rochlitz, Karl-Heinz: Südtirol für Bergwanderer Band 1: Vinschgau, Tappeiner Verlag, ISBN 88-7073-092-1
Karten KOMPASS Wanderkarte
Datum 24.04.2026
Begleiter Bernd
Typ/Schwierigkeit W1 (Blau) Schwierigkeitsbewertung
Persönliche Bewertung  ***
ca. 10,1 km hin und retour, größtenteils im Wald, oberhalb der Waldgrenze schöner Blick auf Ortleralpen, ab Mittag sehr warm, einige Leute unterwegs; Achtung, die Zeitangaben auf den Wegweisern beziehen sich nicht auf die eigentliche Köpflplatte, sondern auf die Marchplatte, die anscheinend umbenannt wurde.

  • Wir wollten eigentlich auf den Endkopf (Jaggl) im Vivanatal oberhalb von Graun, haben dann aber kurzfristig umdisponiert, da ich überraschend am Abend noch nach München fahren muss. Also muss die Köpflplatte herhalten, auf der wir beide schon öfter oben waren (zu Fuß und mit Schneeschuhen). 
    Um 10 nach neun starten wir beim Parkplatz vor der Abzweigung zu den Gialhöfen. Wir gehen über die Forststraße bergwärts. Nach der ersten Kurve geht es mal lange in leichter Steigung geradeaus. Wir kommen an der Abzweigung zur Inneren Alm vorbei; bei Platzass folgt die nächste Kurve. Ein Stück weiter endet der Schlanderser Almweg bei der Äußeren Alm; hier hat uns vor anderthalb Jahren ein Forstaufseher geraten, auf einem nicht in der Karte eingetragenen Steig direkt durch den Wald aufzusteigen. Wir folgen seinem Rat auch heute so wie damals. Der ältere Steig, der nur mehr von Einheimischen begangen scheint, mündet mehr als 200 Hm weiter oben wieder in den markierten Steig, der von den Mahdern her kommt. Eine lange Querung durch den Wald bringt uns zur Köpflplatte. Jetzt erklären sich auch die etwas kurzen Zeitangaben auf den Wegweisern. Was hier als Köpflplatte bezeichnet wird und mit einem Wetterkreuz versehen ist, wurde früher als Marchplatte bezeichnet und es gab eine Metallplatte mit diesem Namen. Die eigentliche Köpflplatte liegt noch einige Hundert Höhenmeter weiter oben; zumindest laut Karten und unserer eigenen Erfahrung. Ab hier lichtet sich der Wald und bald sind wir in offenem Gelände. Wir gehen mehr oder weniger weglos weiter. Auf 2399 m steht ein großer Steinmann und daneben ein neues Kreuz mit der Aufschrift "Oberes Steinmandl"; nochmal ca. 10 Hm weiter oben findet sich ein recht spitziger großer Steinmann, der dann laut Karte die Köpflplatte ist. Wir gehen dann noch ein Stück weiter bis zu den darüberliegenden Wegweisern und lassen es dann gut sein. Der Kalterer ist für heute zu weit entfernt. Wir haben immer wieder einzelne andere Wanderer getroffen, die meisten davon mit Hund. Wir entschließen uns bis zur Marchplatte/Köpflplatte abzusteiben und erst dort zu rasten, da hier zu viel Wind ist. Nach der Rast folgen wir dem Steig 24A, der genau nach Norden führt und daher schattseitig ist. Der Steig ist sehr steil und teilweise noch mit Schnee und Eis bedeckt; hier sind wir vorsichtig und kommen eher langsam voran. Ca. 150 Hm weiter unten treffen wir auf den breiten Steig 21, auf dem wir dann relativ bald die Innere Alm, die auf einer schönen Lichtung liegt, erreichen. Wir folgen jetzt dem Steig 27 anstatt dem Wirtschaftsweg. Diesen kreuzen wir nochmals, bevor wir die Forststraße erreichen und auf dieser zum Auto weitergehen.
    Alles in allem eine schöne Wanderung mit überraschend vielen Leuten für einen Freitag (5 Leute getroffen). Für die Schultersaisonen und auch als Schneeschuh/Winterwanderung zu empfehlen. Nicht jedoch im Hochsommer, da dann viel zu heiß.
     

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