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Es sind jetzt schon fast zwei Monate vergangen, seit ich die letzte Wanderung gemacht habe (Astjoch 15.12.2025), aber wir wollen trotzdem versuchen, die Tour von Latsch nach St. Martin in Kofel zu machen, obwohl wir wissen, dass sie eher lange (1100 Hm) und auch anstrengend ist.
Um 20 nach 10 starten wir am Parkplatz der Seilbahn am Ortseingang von Latsch. Ein paar Schritte bis zum Rondell und über die Staatsstraße und schon weist uns ein Wegweiser den Weg. Ein paar Meter aufwärts und auf einem Wirtschaftsweg parallel zur Staatsstraße, bevor es zur Sache geht. Der Steig ist, wie wir uns von früher her erinnern, steil und steinig, aber zumindest ist es nicht heiß. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir den steilsten Teil hinter uns und die Steilheit nimmt ab und die Qualität des Steiges zu. Durch einen Föhrenwald erreichen wir einen offenen Bereich. Hier überschneidet sich der Steig mit dem Tschilli-Trail für MTB's. Ein paar schnellere Wanderer überholen uns. An der Jausenstation Ratschillhof haben wir 60% des Höhenunterschiedes hinter uns gebracht. Nach dem Hof erreichen wir bei einer Wasserfassung eine Weggabelung; es geht links und rechts nach St. Martin im Kofel. Links sind 10 Minuten mehr angeschrieben, also nehmen wir die rechte Abzweigung. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen alten Kreuzweg handelt; in unregelmäßigen Abständen stehen die Stationen. Schlussendlich treten wir aus dem Wald und sehen St. Martin im Kofel ober uns, die Seilbahnstation, das Kirchlein und das Turm Chalet, das vom bekannten Vinschger Architekt Tscholl geplant wurde. Es ist jetzt nicht mehr weit bis zum Ziel (ca. 150 Hm, 15 Minuten) und das schaffen wir auch noch, auch wenn die letzten Meter wieder eher steil sind und uns noch einmal so richtig ins Schnaufen bringen. Bei der Bergstation kehren wir ein und trinken etwas; es gäbe hier auch gutes Essen, aber wir wollen im Abstieg beim Oberratschillhof einkehren . Danach machen wir uns an den Abstieg, wobei wir recht schnell vorankommen, trotz der verschiedenen vereisten Stellen, Wir kehren beim Oberratschillhof ein, wo wir nicht die einzigen Gäste sind, obwohl es schon zei Uhr ist. Sie haben eine kleine Speisekarte, aus der wir die 2 Knödl mit Salat (diese haben vor 3 Jahren noch Euro 8,50 gekostet; jetzt sind sie Euro 11,00) aussuchen und je einen weiteren Knödl dazunehmen (wir sind hungrig); wir können die Knödl aus einer großen Auswahl von verschiedenen Arten wie Brennessel, Speck, Käse, Kräuter etc aussuchen, auch unterschiedliche). Die Knödl sind riesig genug und wir schaffen es nur mit Mühe, sie zu vertilgen. Zum Trinken nehmen die die selbstgemachten Säfte, auch hier eine große Auswahl. Empfehlenswert. Einziges Manko: da alles frisch gemacht wird, braucht es seine Zeit und so kommen wir erst um 15:15 Uhr wieder los. Wir beeilen uns beim weiteren Abstieg, passen aber bei den schneeigen Stellen auch hier sehr auf . Um knapp nach halb fünf sind wir dann wieder beim Auto und die Sonne ist noch nicht untergegangen. .
Alles in allem eine nette Fitness-Wanderung; die Einkehr beim Ratschillhof kann nur empfohlen werden kann. Tour ist nichts für den Hochsommer. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung, auch wenn uns morgen wahrscheinlich alle Muskeln wehtun werden.