-
Endlich hat sich die Unterschenkelentzündung soweit gelegt, dass eine Wanderung wieder möglich schein. "Berglouter" hat letzte Woche eine Wanderung auf Facebook gepostet und da weder Bernd noch ich auf diesen Mugeln gewesen sind und sie auch von der Schneelage her möglich sind, entscheiden wir uns für dieses Ziel.
Wir starten um knapp nach acht von Meran und fahren in den Vinschgau. Der übliche Verkehr schon am Morgen. Vor Laas ab Richtung Allitz und dann weiter Richtung Tanas. Da Bernd schon mal von dieser Seite auf den Litzner gegangen ist, kennt er den Weg. So finden wir den Oberen Tröghof, aber liegen damit falsch. Der Weg zum Parkplatz führt unter dem Unteren Tröghof durch Richtung Platzfoer bzw. Strimmerhof und dann auf der ersten Abzweigung links den Schotterweg bergan. Der Parkplatz liegt etwas weiter oben als laut Karte erwartet und ist eingezäunt. Da wir heute die Einzigen sind, die hier parken, haben wir kein Problem; aber die Einzäunung lässt es nicht zu, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen.
Um 20 nach 9 starten wir. Auf der Forststrasse (die Schranke befindet sich ein paar Meter nach dem Parkplatz) geht es bequem leicht aufwärts. Ich lasse mich von Carlo dem Hund ziehen, was es noch leichter macht. Er stemmt die Hinterpfoten ein und drängt vorwärts. Nach einer Stunde erreichen wir die Abzweigung von Steig 24 und ab hier lasse ich Carlo den Hund frei laufen; er entfernt sich sowieso nie besonders weit und behält uns immer im Auge. Laut Karte folgen wir einem Bach, der aber in Realität nicht vorhanden ist (vielleicht einmal war); dann zeigt die Markierung nach Rechts. Bernd folgt der Markierung und ich und Carlo der Hund folgen dem theoretischen Bach. 60 Hm weiter kommen wir wieder zu einander. Nach einer weiteren Stunde befinden wir uns in der Nähe des Rauscheggs; Bernd folgt weiter der Markierung und ich suche das Rauschegg. Ein unscheinbarer Mugel wird als Rauschegg ausgemacht, wenn auch laut Karte der "Gipfel" noch ein bießchen weiter östlich sein sollte, aber dort ist nichts. Also Bernd nach. Ein leichter Abstieg und wir treffen die Abzweigung Richtung Hirtenhütte. Dann geht es wieder aufwärts. Wir überschreiten ein paar Mugel und sehen weiter voraus ein weiteren Mugel, den wir für das Weißeck halten, da dahinter das Gelände steil aufwärts geht und ein paar Hundert Meter höher einen Gipfel ausbildet und dahinter dann noch einen, bevor der Kamm im Madatschknott kulminiert. Eine Kontrolle per GPS lässt uns feststellen, dass wir das Weißeck bereits hinter uns gelassen haben. Das nennt man einen Gipfel!. Also umkehren und am richtigen Weißeck rasten wir im Windschatten und essen und trinken. Wir haben 2 Stunden und 40 Minuten bis hierher gebraucht; waren also etwas langsam unterwegs. Macht aber nichts. Nach ausgiebiger Rast steigen wir ab und sehen in den Hängen, die ins Allitztal abfallen ein paar Gemsen. Carlo der Hund und auch die Gämsen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Bei der Abzweigung ins Allitzertal nehmen wir diese; anfangs noch ein bißschen im Schnee, aber problemlos. Als wir aus dem Wald herauskommen, sehen wir links die Hirtenhütte und ein Stück unter uns den Wirtschaftsweg. Wir gehen weglos fast paralell zum Wirtschaftsweg und treffen bei der verfallenen Stierhütte auf den Weg. Wir bleiben nun auf dem Weg und schlendern talwärts. Wir nehmen einmal eine Abkürzung, aber sobald wir wieder auf dem Weg sind, bleiben wir auf diesem. Während der Abzweigung stöbern wir einen Rehbock auf, der flüchtet. Carlo der Hund ist kurz versucht dem Bock zu folgen, kommt auf auf Pfiff und Zuruf sofort zurück. Nach insgesamt 4 3/4 Stunden sind wir wieder beim Auto.
Die "Gipfel" sind nichts besonderes, aber die Tour selbst war recht nett und genau passend für Kondition und Jahreszeit. Eigentlich zu empfehlen.