Kriebhöhe (A, 2065 m)

 

Gebiet Gailtaler Alpen (A)
Route Steige 25D, 27
Talort Stockenboi (820 m)
Ausgangspunkt Weißenbach (949 m)
Stützpunkt Fischeralm (1065 m) 
Aufstieg 1120 Hm, 3 Stunden 15 Minuten
Abstieg 1120 Hm, 2 Stunden 35 Minuten
Literatur/App -
Karten KOMPASS Wanderkarten Gailtaler Alpen - Karnische Alpen - Oberdrautal WK 60 1:50000
Datum 19.07.2021
Begleiter Eli
Typ/Schwierigkeit W1 (blau)   Schwierigkeitsbewertung
Persönliche Bewertung  **
ca. 12,8 km; teilweise steil und heiß; praktisch immer im Wald mit Ausnahme der letzten Meter; unbedeutende Erhebung zwischen Spitzegel und Vellacher Egel im Kamm über dem Gailtal.
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    Gestern waren wir mit dem Rad unterwegs (Seenrunde) und für heute hat Eli einen Berg ausgesucht. Und zwar den Spitzegel, obwohl sie gleichzeitig schon vorgebaut hat, dass laut der Beschreibung der letzte Teil des Anstieges zu ausgesetzt sein könnte; als Ersatz werden der Vellacher Egel und als letzte Variante die Kriebhöhe ins Auge gefasst.
    Wie üblich im Urlaub nicht allzufrüh los. Mit dem Auto Richtung Windische Höhe und dann nach Kreuzen die Abzweigung Richtung Weissensee nehmend. Am Farchtensee vorbei erreichen wir Weißenbach und gleich danach den Wanderparkplatz. Wir schnappen uns den letzten guten Parkplatz. Von hier geht es zu Fischeralm und Bodenalm, so ist es keine Überraschung, dass sich der Parkplatz schnell füllt. Wir gehen um viertel nach zehn los; zusammen mit einer Flut anderer Wanderer und e-MTBler. Am Beginn des Weges warnt und ein Schild, dass wir uns hier in Bärengebiet bewegen; Eli ist nicht erfreut. Sie malt sich schon eine Bärenbegegnung aus. Wir legen ein flottes Tempo vor und überholen einige Wanderer, bis Eli mit einem Kärntner Wanderführer ins Gespräch kommt. Schon bald ist die Fischeralm im Blick und der Wegweiser ein paar Meter davor lots uns nach links ab. Ein breiter Steig, eine Art kaum benützte Forststraße führt geradewegs Richtung Berg. Da der Weg so offensichtlich zu sein scheint, übersehen wir die nächste Abzweigung und bleiben auf dem Hauptweg. Nur dass dieser nach 120 Hm in den Blaikengraben führt und dort endet. Wir haben die Wahl, uns weglos weitere 120 Hm weglos durch steiles Gelände nach oben zu einer Forststraße zu kämpfen oder umzukehren und den richtigen Steig zu suchen. Wir entscheiden uns für die sichere Variante und gehen zurück. Kurz vevor wir zur Almstraße kommen entdecken wir die richtige Abzweigung. Ein unansehliches Steiglein führt über den Bach, der aus dem Blaikengraben kommt und dann bald steil durch den Wald aufwärts. Zum Glück ist es noch nicht so heiß, aber der Schweiß rinnt trotzdem in Strömen. Nach 220 Hm erreichen wir die Forststraße und nach weiteren 300 Hm biegt der Steig nach links ab und quert den Hang ober dem Kremsergraben. Es geht links eher steil abwärts und auf den grasbewachsenen Hängen könnte man unangenehm weit abrutschen. Es ist also ein bißchen Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit gefragt, aber Eli lässt sich davon nicht beeindrucken, wahrscheinlich ist sie mit ihren Gedanken bei den Bären, die hinter jeder Biegung auf uns warten könnten. Nach einer Weile biegt der Weg wieder bergwärts und schnell erreichen wir eine Lichtung mit Wegweiser. Am Standriegel geht es bergwärts. Meine Befürchtung, dass es am letzten Anstieg zum Joch durch steilen Fels gehen wird, erweist sich als falsch. Der Steig ist nicht mehr so steil wie im unteren Teil und windet sich zwischen Latschen gegen das Joch. Erst kurz vor dem Joch verlassen wir das Latschengestrüpp und es geht nur mehr leicht ansteigend über Gras zum Joch. Ein Paar kommt uns im Abstieg entgegen. Und dann sind wir am Joch mit den verschiedenen Wegweisern. Wie befürchtet ist der Weiterweg zum Spitzegel zu ausgestzt für Eli und auch der Anstieg zum Vellacher Egel ist ziemlich ausgesetzt. So bleiben wir beim Ausweichziel Kriebhöhe und gehen die paar Höhenmeter (40 Hm) weglos zum kleinen Gipfel, der aber trotzdem eine Superaussicht ins Gailtal bietet. Wir rasten und genießen den schönen Tag. Erst nach dem wir uns sattgesehen haben, raffen wir uns auf und machen uns an den Abstieg. Inzwischen ist es heiß geworden und in den Latschen steht die Luft. Je weiter wir nach unten kommen, desto heißer wird es. Zum Glück haben wir genug zu trinken dabei. Heute ist Montag und an diesem Tag hat die Fischeralm laut Schild am Parkplatz nur bis 17 Uhr geöffnet. Wird knapp werden. Aber wir erreichen die Alm 10 Minuten vor fünf und bekommen noch unser alkoholfreies kühles Hefe. Sogar das Paar, das uns im Aufstieg entgegen gekommen war und das wir dann im Abstieg kurz vor der Alm überholt haben, wir noch bedient. Sie haben sogar das Auto bei der Alm geparkt. Wir dagegen müssen auch die letzten zweieinhalb Kilometer zu Fuß gehen; aber das macht nichts. Wir schlendern den Weg entlang und nehmen und die Zeit die Infotafeln über die Glasherstellung hier in der Gegend zu lesen. Recht interessant. Schlußendlich erreichen auch wir das Auto. Über Stockenboi und Zlan erreichen wir Paternion und sind dann auch schon wieder zu Hause.            
    Alles in allem eine nicht so kleine Bergtour auf einen nicht besonders ansehnlichen Gipfel und zumeist auch noch durch Wald. Hat sich aber doch gelohnt; manchmal ist das Kleine und Unanscheinbare die Anstrengung trotzdem wert. Die Fischeralm kann jedenfalls empfohlen werden und ist auch für Mountainbiker ein lohnenswertes Ziel oder auch Zwischenziel.

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